Modul für den Blechzuschnitt bei einem Maschinenbauer

Festpreis-Erweiterung des hauseigenen Produktionssystems eines Maschinenbauers: ein nachvollziehbarer Ablauf für lasergeschnittene Teile – von der CAD-Datei der Konstruktion über Nesting und Laser-Warteschlange bis zu Lager und Montage. In vier Monaten konzipiert, entwickelt und übergeben.

Eingesetzte Technologien

PHP, JavaScript, MySQL, Docker, DXF-Dateiverarbeitung, Barcode-Etiketten

Werkzeuge

Jira, GitHub, GitHub Actions

4

Projektteam

4 Monate

Projektdauer

Individualsoftware

Kategorie

Fertigung

Branche

Bild zur Herausforderung

Herausforderung

Unser Kunde baut Maschinen für die Holzverarbeitung und steuert sein Geschäft über ein seit Jahren gewachsenes, hauseigenes Produktionssystem für Projekte, Lager, Einkauf, Arbeitszeit und Montage. Wir arbeiten seit Jahren mit ihm zusammen, früher an der Software für seine Plattenzuschnittanlagen. Diesmal lag die Lücke in der eigenen Fertigung: Dem System fehlte ein Modul für Blech- und Kunststoffteile, die per Laser geschnitten werden. Der Kunde wollte den gesamten Weg an einem Ort, mit einem Eintrag bei jedem Schritt: Die Konstruktion fordert Teile an, jemand verschachtelt sie auf Blechtafeln (Nesting), der Laserbediener brennt sie, der Lagerbestand ändert sich, und die Montage prüft, ob alles angekommen ist. Wir mussten das Modul in einem ausgereiften System bauen, das bereits täglich im Einsatz war, ohne die Module zu stören, mit denen die Belegschaft jeden Tag arbeitet. Die Ausgabedateien der Nesting-Software des Kunden mussten zuverlässig eingelesen werden, einschließlich lokaler Zahlenformate, und die Materialbilanz musste stimmen, wenn Tafeln verbraucht werden und Reststücke ins Lager zurückgehen. Umfang und Preis standen fest, daher begannen wir mit einem Monat Prozessanalyse und einem UX/UI-Design, das zur vertraglichen Spezifikation wurde.

Die Herausforderung waren nicht die Oberflächen. Wir mussten einen neuen Prozess in ein System einfügen, auf das sich das Werk jeden Tag verlässt, und sicherstellen, dass jede Tafel und jedes Reststück im Lager weiterhin aufgeht. Deshalb haben wir zuerst den gesamten Ablauf entworfen und erst dann Code geschrieben.

Bartek, CTO
Bartek, CTO

Wichtigste Funktionen

  • Zuschnittanforderungen mit Projektbezug: Konstrukteure laden CAD-Dateien (DXF) mit Stärke, Werkstoffgüte, Menge und Priorität hoch, das System erzeugt Vorschaubilder
  • Nesting-Import: Das System liest das Nesting-Ergebnis ein, zeigt pro Schneidplan Tafelformat, Teileliste, Nettomasse, zurückgewonnene Masse und Verschnitt und blockiert doppelte Dateien
  • Warteschlange für den Laserbediener mit Prioritäten, Anzahl dringender Teile, Filtern wie „heute“ oder „gestern gebrannt“ und Start/Ende-Aktion pro Tafel
  • Ergebnismeldung pro Teil (OK oder fehlerhaft), fehlerhafte Teile gehen zurück an die Planung
  • Lageranbindung: Die Tafel wird am Ende des Brennvorgangs ausgebucht, wiederverwendbare Reststücke werden als Reste wieder eingebucht
  • Vollständigkeitsprüfung für die Montage: Anteil fertiger Teile pro Projekt in Prozent, Meldung fehlender oder beschädigter Teile und druckfertige Listen
  • Rollenbasierter Zugriff für Konstrukteure, CNC-Bediener und Monteure mit vollständiger Änderungshistorie für jeden Eintrag
Bild zum Ergebnis

Ergebnis

Das Modul wurde im Rahmen eines Festpreisauftrags in drei Tranchen zwischen Januar und März 2026 geliefert; mit der Schlussrechnung Ende März war der Auftrag abgeschlossen. Die Arbeit begann im Dezember 2025 mit einem Monat Prozessanalyse und UX/UI-Design. Dieses Design wurde zur Spezifikation für die Umsetzung, sodass der Kunde vorab genau wusste, wofür er bezahlt. Der Zuschnittprozess läuft jetzt im System des Kunden statt daneben. Nach der Übergabe kamen weitere Wünsche aus dem Arbeitsalltag, etwa die vollständige Auftragsnummer auf geschnittenen Teilen, schärfere Vorschauen, zusätzliche Filter und das Hochladen vieler Dateien auf einmal. Diese setzen wir im Rahmen der laufenden Zusammenarbeit um. Parallel zur Entwicklung haben wir eine containerisierte Umgebung mit automatisiertem Rollout eingerichtet, damit Änderungen in kleinen, sicheren Schritten beim Kunden ankommen.

  • Ein nachvollziehbarer Weg von der CAD-Datei der Konstruktion bis zum Montageplatz
  • Bestand an Tafeln und Reststücken wird nach dem Brennen automatisch aktualisiert
  • Fester Umfang, fester Preis und termingerechte Übergabe dank Analyse und Design vor dem Code
  • Neues Modul in ein laufendes Bestandssystem integriert, ohne es zu ersetzen
  • Automatisierte Build- und Rollout-Pipeline für weitere Änderungen

Wir sind mit den Konstrukteuren, dem Laserbediener und den Leuten aus der Montage durch die Werkstatt gegangen und haben den Prozess so aufgezeichnet, wie sie tatsächlich arbeiten. Weil dieses Design abgestimmt war, bevor eine Zeile Code entstand, gab es beim Festpreisprojekt auf keiner Seite Überraschungen.

Kacper, Projektmanager
Kacper, Projektmanager

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Agnes

Agnes

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