23. November 2022

Tests prüfen die Qualität der Software und der Produkte, die wir entwickeln. Ein Testautomatisierer soll zum Beispiel die Entwickler entlasten. In manchen Unternehmen gibt es gar keine Testabteilung, dann schreiben nur die Entwickler die Tests. Die Pflege der Tests kostet sie oft viel Zeit, weil sie gleichzeitig Code und Dokumentation pflegen müssen.

Tests beschleunigen die Projektarbeit und helfen, das Release der Anwendung zu steuern. Fehler können das Release verzögern – sind sie behoben, geht das Release am Ende des Projekts deutlich schneller. Während des Projekts dienen solche Tests vor allem dem Qualitätsmanagement.
Tests lassen sich in manuelle und automatisierte einteilen. Wichtig: Das Ziel ist in beiden Fällen dasselbe – Fehler beseitigen. Getestet wird, um die Qualität zu prüfen. Ist eine Anwendung gut getestet, unterscheiden sich manuelle und automatisierte Tests im Endergebnis nicht. Sie unterscheiden sich in der Vorbereitungszeit und in der Dauer. In verschiedenen Projektphasen trifft man häufiger auf unterschiedliche Testarten. Manuelle Tests können sofort beginnen. Ein Entwurf der Anwendung genügt, und schon lassen sich ihre Funktionen prüfen. Das hängt natürlich davon ab, welche Anforderungen an das Testen gestellt werden. Manuelle Tests kommen zum Einsatz, solange es noch keine automatisierten Tests gibt. Automatisierte Tests erfordern Testszenarien, also die Festlegung, was und wie getestet wird. Ein manueller Tester kennt Testszenarien oft aus eigener Erfahrung – er weiß, was und wie zu prüfen ist. Für automatisierte Tests muss ein ganzes Automatisierungsprojekt aufgebaut werden. Das kostet Zeit und ist der Grund, warum sie später starten als manuelle Tests.
Der Vorteil automatisierter Tests: Sie sind wiederholbar und tun jedes Mal genau dasselbe. Für automatisierte Tests nutzen wir zum Beispiel das Framework WebDriverIO. Es basiert auf Selenium, einem der verbreitetsten Open-Source-Werkzeuge zum Testen von Webanwendungen. Auch Appium baut auf Selenium auf – damit testen wir mobile Anwendungen.

Damit Tests im Projekt ihren vollen Nutzen bringen, arbeiten Tester mit passenden Werkzeugen. Eine Lösung zur Verwaltung von Testszenarien, Testplänen und Testläufen ist „Kiwi TCMS“. Das Werkzeug speichert alle Testszenarien und ermöglicht neue Testläufe zur Prüfung der Anwendung. In Kiwi lassen sich Fehler melden und dem jeweiligen Testlauf zuordnen. So ist dokumentiert, in welcher Version der Anwendung ein Fehler aufgetreten ist. Die Fehler werden außerdem in „Jira“ erfasst, dort dem Projektmanager gemeldet und einem Entwickler zur Behebung zugewiesen.
Gemeint ist die Steuerung und Planung des gesamten Anwendungsprojekts – die Phase, in der die Anwendung geplant wird.
BDD / TDD im Überblick

Quelle: https://www.infolytx.com/development/processes/bdd-tdd/attachment/tdd-bdd/
Vereinfacht gesagt: Tester werden Kunden zur Verfügung gestellt, also Outsourcing. Der Kunde muss sich dann nicht um das Team kümmern. Seine eigenen Tester kann er in andere Projekte oder ins Testmanagement verlagern. Für ihn zählt das Ergebnis: ob Fehler gemeldet und ob sie behoben wurden.
Eine weitere Möglichkeit in der Qualitätssicherung ist die Optimierung oder das Refactoring einer Anwendung: Ein Kunde kommt mit seiner Anwendung, weil er die Performance verbessern oder ihre Konsistenz prüfen lassen will. Der Tester prüft dabei, wie die bestehende Anwendung funktioniert, und kann vorschlagen, welche Module verbessert werden sollten.
Lösungen für das Testen entwickeln: Projekte für automatisierte Tests und Testgeräte. Beispiel: Das IoT-Team baut ein Gerät, um das Produkt eines Kunden zu testen. Das Gerät ist mit automatisierten Tests verbunden, die prüfen, ob das Produkt des Kunden richtig funktioniert. Die automatisierten Tests können Sensorwerte des Geräts auslesen und den Aktor steuern, der die Taste am Produkt drückt.
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