Eine Webplattform und eine Android-App für RFID-Handlesegeräte, die Rinder anhand ihrer Ohrmarke erfassen – entwickelt für einen Rinderbetrieb in den USA. EMBIQ hat das Projekt 2020 in weniger als drei Monaten von der Konzeption bis in den Produktivbetrieb gebracht und es anschließend bis 2025 gewartet und erweitert.
Eingesetzte Technologien
Python, Django, PostgreSQL, REST API, Android, RFID
Werkzeuge
Jira, GitHub, Jenkins, DigitalOcean, Cloudflare, Dependabot, RFID-Handlesegeräte
6
Projektteam
3 Monate
Projektdauer
Webanwendung, Mobile App
Kategorie
Herdenmanagement
Branche
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Unser Kunde betreibt in den USA einen Rinderbetrieb: Er kauft Kälber, zieht sie auf mehreren Ranches auf und verkauft sie weiter. Jedes Tier trägt eine RFID-Ohrmarke, die es sein Leben lang behält. Das bisherige System des Kunden und sein Handlesegerät hatten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Daten mussten deshalb auf eine neue Plattform umziehen, ohne dass die Historie eines einzigen Tieres verloren ging: wo es geboren wurde, wo es sich gerade befindet und wohin es geht, sein Status (angenommen, verendet, ausgesondert, vor dem Versand, verkauft, versandt), seine Partie, sein Eigentümer und die wichtigsten Termine. Der Großteil der Arbeit findet am Treibgang und an der Verladerampe statt, nicht am Schreibtisch. Wenn Hunderte Kälber durchlaufen, kann niemand Datensätze einzeln pflegen. Deshalb musste jede Aktion als Sammelvorgang funktionieren: Werte einmal festlegen, Ohrmarken scannen, und jedes gescannte Tier erhält dieselbe Änderung. Für manche Transporte ist vor der Abfahrt des Lkw eine Ladeliste mit allen Ohrmarken nötig. Beim Verladen musste das Handgerät jedes Tier sofort bestätigen, ähnlich wie beim Ticketscan am Stadioneingang, und am Ende anzeigen, welche gelisteten Tiere nicht verladen wurden.
Die größte Herausforderung war die Integration der RFID-Technik für die Rückverfolgung und die Entwicklung einer Sammelverarbeitung, die Hunderte von Änderungen gleichzeitig bewältigt. Das war entscheidend für unseren Kunden, der seine Abläufe vereinfachen und Datensätze nicht mehr einzeln aktualisieren wollte.

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Das Projekt startete im März 2020 mit wöchentlichen Sprints und regelmäßigen Demos für den Kunden. Die erste voll funktionsfähige Mobile App haben wir im Mai vorgestellt, und am 1. Juni 2020 ging die Plattform in Produktion – zu einem Zeitpunkt, als das alte Handlesegerät der Ranch bereits ausgefallen war. Im August arbeitete die Ranch schon mit zwei Handlesegeräten im neuen System. Nach dem Start hat EMBIQ die Plattform betreut und auf Wunsch des Kunden um Funktionen erweitert. Wir haben die Server, die CI/CD-Pipeline und die Testumgebung gepflegt und das Django-Backend sowie die Android-App mit Dependabot aktuell gehalten. 2024 und 2025 haben wir den CSV-Import um ein neues Dateiformat der Lesegeräte erweitert und die auf die Handgeräte synchronisierten Daten auf Tiere beschränkt, die vor Ort sind oder auf den Versand warten. Als im Herbst 2025 die eingesetzten Handlesegeräte auszufallen begannen, haben wir daran gearbeitet, Lieferungen per CSV-Import zu bestätigen. So konnte die Ranch weiter versenden, während der Kunde neue Hardware auswählte.
Wir haben eine intuitive Oberfläche für die Plattform entwickelt, über die alle nötigen Informationen schnell erreichbar sind. Die Nutzererfahrung stand im Mittelpunkt unseres Designprozesses, und wir haben dafür gesorgt, dass man sich auf der Plattform auch bei komplexen Vorgängen leicht zurechtfindet.
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Agnes
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