26. November 2025

Ein Jahr in der polnischen KI-Szene: Frühstücke, SoDA, PAIH

Wir glauben, dass 2025 als das Jahr in Erinnerung bleiben wird, in dem KI von Demos in Budgets und in den Arbeitsalltag gewandert ist. Einen guten Teil davon haben wir außerhalb des Büros verbracht: bei SoDA-Treffen von Łódź bis Danzig, bei zwei KI-Frühstücken, auf der infoShare und im November beim PAIH Business Forum in Warschau. Dazwischen lagen Networking-Abende in Schlesien und Cluster-Veranstaltungen in Österreich.

Hier ein kurzer Rückblick: wo wir in diesem Jahr waren und was wir davon ins Jahr 2026 mitnehmen.

Zurück bei SoDA: Łódź, Danzig, Kattowitz, Krakau

Zu Jahresbeginn sind wir zu SoDA zurückgekehrt, dem Verband polnischer Softwareentwicklungsunternehmen. Die erste große Station war die SoDA Conference 2025 am 10. und 11. April in Łódź, bei der zwei Vorstandsmitglieder unserer polnischen Gesellschaft beide Tage dabei waren. Die Konferenz stand unter dem Motto „NEW REALITY: Adaptation & Resilience“, und ein sichtbarer Teil des Programms drehte sich darum, wie Softwareunternehmen KI in ihre eigene Arbeit und in die Zusammenarbeit mit Kunden einführen sollten.

Nach Łódź folgten die kleineren Formate, die wir mindestens ebenso nützlich finden: die Networking-Abende SoDA Open für Führungskräfte aus IT-Unternehmen in Danzig (11. September) und Krakau (20. November), die Sommer-Gartenparty am 1. August und das SoDA Meetup in Kattowitz am 7. Oktober. Dieser Abend fand auf einer Theaterbühne statt und war ganz der KI gewidmet: wie sie die Softwareentwicklung verändert, wo sie in Geschäftsbeziehungen an Grenzen stößt und wie man ein Unternehmen aufbaut, das auch in zehn Jahren noch besteht. Zugleich war er die inoffizielle Eröffnung einer Woche mit KI-Veranstaltungen in Kattowitz – am nächsten Tag begann die AIBA Conference. Der SoDA-Brunch in Warschau, der die diesjährige Veranstaltungsreihe abschließt, fällt auf den Tag, an dem dieser Beitrag erscheint.

KI-Frühstücke in Warschau und Kattowitz

Am meisten Freude hat uns in diesem Jahr das KI-Frühstück gemacht. Am 23. April waren wir beim Treffen der Polish AI Breakfasts an der Lazarski-Universität in Warschau. Die landesweite Community bringt KI-Praktiker, Start-ups, Investoren und Unternehmen zusammen; auf dem Programm stand ein Panel zu polnischen großen Sprachmodellen. Das Thema ist für uns wichtig: Modelle wie Bielik und PLLuM machen polnischsprachige Anwendungen realistisch, bei denen Sprachqualität und Speicherort der Daten eine Rolle spielen.

Am 7. November waren wir in Kattowitz bei einer besonderen Abendausgabe von Śniadanie AI Śląsk (KI-Frühstück Schlesien) im D9 Space. Das Format ist einfach und funktioniert gut: mehrere Vorträge von wenigen Minuten, Fragen nach jedem Vortrag, danach Networking. Eine gute Erinnerung daran, dass das nützlichste Wissen über KI heute von Menschen kommt, die gerade etwas in einem echten Unternehmen ausprobiert haben.

Große Bühnen und regionale Netzwerke

Im Mai fuhren wir zur infoShare 2025 nach Danzig (27. und 28. Mai), einer der größten Technologiekonferenzen in Mittel- und Osteuropa. In Schlesien waren wir im Juni und August bei den Business-Networking-Treffen BeefUp in Kattowitz und am 10. September beim Networking-Treffen der Digital Business Alliance in Gliwice. Zu Hause in Lublin sind wir Mitglied im Lubliner Business Club (Lubelski Klub Biznesu) und waren im November bei dessen Gala.

Auch unsere österreichische Gesellschaft war aktiv. Nach der SALZ21 in Salzburg im März nahm unser CEO am 13. Mai am Connect Day 25 in Wien teil, einem Matchmaking-Tag für Start-ups, Konzerne und Investoren, und am 8. Oktober an der EBSCON 2025 in Graz, der Silicon-Alps-Konferenz zu elektronik- und softwarebasierten Systemen, die in diesem Jahr unter dem Motto „Creative Destruction“ stand.

PAIH Business Forum: Gespräche über Export

Vom 5. bis 7. November veranstaltete die Polnische Investitions- und Handelsagentur (PAIH) das PAIH Business Forum im Stadion PGE Narodowy in Warschau. Der Vorstandsvorsitzende unserer polnischen Gesellschaft nutzte es für vier Einzelgespräche mit Fachleuten aus den Auslandsbüros der PAIH: am 5. November zu den USA und dem Silicon Valley, zu Japan und zu Kanada, am 6. November zu China.

Solche Gespräche helfen einem polnischen Unternehmen, einen Auslandsmarkt mit den Augen von Menschen zu sehen, die dort täglich arbeiten: was lokale Kunden erwarten, wie man Partner findet und welche Förderinstrumente es gibt. Für uns setzen sie eine Richtung fort, die wir mit unserer Reise nach Japan und unserer Arbeit mit Unternehmen von außerhalb der EU auf dem Weg nach Europa eingeschlagen haben.

Regulierung im Hintergrund

All das geschah vor einem sich wandelnden rechtlichen Hintergrund. Seit Februar verbietet der EU AI Act bestimmte KI-Praktiken und verlangt von Unternehmen, für ausreichende KI-Kompetenz der Menschen zu sorgen, die mit KI-Systemen arbeiten. Seit August gelten außerdem die Regeln für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck. Aus unserer Sicht ist der AI Act kein Grund, stehen zu bleiben, sondern ein Grund, bewusst vorzugehen: Welche Daten nutzt ein System, wer ist für das Ergebnis verantwortlich und wie wird es dokumentiert? Für vernetzte Produkte kamen im selben Jahr die Cybersicherheitsanforderungen der Funkanlagenrichtlinie (RED) und der Data Act hinzu.

Was wir ins Jahr 2026 mitnehmen

  • KI wird zu einer Prozessfrage. Die besten Sessions dieses Jahres handelten weniger von Modellen als davon, wie sich Arbeit verändert: in Softwareteams, im Vertrieb, in der Beziehung zu Kunden.
  • Kleine Formate lehren am meisten. Kurze Vorträge mit ehrlichen Fragen bei einem Frühstück oder Meetup brachten uns oft mehr praktische Erkenntnisse als eine Keynote.
  • Die polnische KI-Community wird erwachsen. Polnischsprachige Modelle, regelmäßige Treffen in Warschau und Kattowitz und eine starke Softwarebranche machen Polen zu einem guten Ort für KI-Lösungen.
  • Export und KI gehören zusammen. Wir sind überzeugt, dass ein Softwarepartner zunehmend daran gemessen wird, ob er KI in echte Systeme bringen kann – nicht nur an der Qualität seiner Entwicklung.

Mit großen Sprachmodellen arbeiten wir seit 2023, angefangen mit einem System, das anonyme Fachkräfteprofile abgleicht, und 2026 wollen wir noch mehr Zeit darauf verwenden, die Prozesse unserer Kunden zu verstehen, bevor wir Technologie vorschlagen. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite zu unseren Leistungen im Bereich künstliche Intelligenz.

Danke an SoDA, die PAIH und alle Veranstalter, die uns in diesem Jahr empfangen haben; nächste Woche geht es weiter mit Founders Mind in Warschau. Wenn Sie überlegen, wo KI in Ihrem Unternehmen helfen könnte, schreiben Sie uns. Wir beginnen gern mit einem Gespräch über Ihre Prozesse statt über Modelle.

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