30. April 2024

Japan und Hannover: Messen in Aichi, Tokio und Hannover

Das Frühjahr 2024 führte EMBIQ weiter nach Osten als je zuvor. Im März haben wir an einer europäischen Wirtschaftsmission nach Japan teilgenommen und auf dem ersten Smart Manufacturing Summit in der Präfektur Aichi ausgestellt. Ende April flog ein Kollege aus unserem Business Development nach Tokio zur Japan IT Week, und in derselben Woche waren wir mit einer Delegation unserer Heimatregion, der Woiwodschaft Lublin, auf der Hannover Messe unterwegs.

Bei keiner dieser Reisen ging es darum, vor Ort einen Abschluss zu machen. Es ging darum, Märkte zu verstehen, die ganz anders funktionieren als Mitteleuropa, mögliche Partner kennenzulernen und zu testen, wie unsere Erfahrung mit vernetzten Geräten, Individualsoftware und Qualitätssicherung bei Industrieunternehmen ankommt. Das haben wir mitgebracht.

März: eine digitale Mission nach Aichi

Vom 12. bis 15. März haben wir an der Digital Cluster/SME Mission to Japan teilgenommen, organisiert vom EU-Japan Centre for Industrial Cooperation. Die Mission brachte europäische KMU und Cluster aus sechs Ländern in die Region Chubu rund um Nagoya – das industrielle Herz Japans mit einem großen Teil der Automobil- und Maschinenbauproduktion des Landes.

Mittelpunkt des Programms war der Smart Manufacturing Summit by Global Industrie, der vom 13. bis 15. März zum ersten Mal in der Aichi Sky Expo stattfand. Die Unternehmen der Mission teilten sich den Stand des EU-Japan Centre in Halle C, jedes mit einer eigenen doppelseitigen Posterwand. Das Team des Centre hatte alles sehr gut vorbereitet: Unser Poster war ins Japanische übersetzt, wir hatten ein Profil auf der Matchmaking-Plattform der Messe, und am Stand halfen zweisprachige Mitarbeitende und Dolmetscher. Unser Hotel lag direkt am Flughafen Chubu Centrair, wenige Minuten von den Messehallen entfernt.

Die Anreise war ein kleines Abenteuer. Am 12. März wurde unser Flug wegen schlechten Wetters nach Osaka umgeleitet, und Nagoya erreichten wir erst abends mit dem Zug – zu spät für unseren Pitch bei den Aichi Innovation Days. Zum Glück hatten die Organisatoren eine zweite Runde eingeplant: Am 13. März, dem ersten Messetag, haben wir EMBIQ in der Pitch-Session am Stand des EU-Japan Centre vorgestellt.

Unser Thema: Qualität als Dienstleistung

Für ein Publikum aus der Fertigung haben wir ein Thema gewählt: Softwarequalität für vernetzte Produkte. Unser Pitch begann mit den häufigsten Gründen, warum Gerätesoftware im Feld versagt: Qualität bekommt am Anfang zu wenig Aufmerksamkeit, Testautomatisierung wird aufgeschoben, Hardware und Software werden getrennt getestet, und Prüfungen vor dem Release kommen zu spät.

Unsere Antwort: Qualität als Dienstleistung, die den ganzen Zyklus begleitet – von Konzept und Machbarkeitsstudie über Proof of Concept und Entwicklung bis zu Rollout und Wartung. In der Praxis heißt das: Testpläne vor der ersten Codezeile, Testlabore mit Fernzugriff auf echte Geräte, automatisierte Tests, die Software zusammen mit Hardware prüfen, nächtliche Läufe in der Continuous Integration und Ferndiagnose, sobald das Produkt im Feld ist. Derselbe Ansatz steckt hinter unseren Testleistungen und Projekten wie der QA-Unterstützung bei der Integration entfernter Geräte in ganz Europa. In einer Region, die auf Fertigungsqualität gebaut ist, lag das Thema nahe.

April: Japan IT Week in Tokio

Vom 22. bis 27. April kehrte ein Kollege aus unserem Business Development mit einer Wirtschaftsmission der Woiwodschaft Lublin nach Japan zurück, um die Japan IT Week in Tokio (24.–26. April) zu besuchen. In drei Tagen hatte er 21 Termine. Seine wichtigsten Beobachtungen:

  • Automatisierung überall. Eine ganze Halle war Anbietern von Geschäftsprozessautomatisierung gewidmet. In Japan ist das eine etablierte Einkaufskategorie, keine Nische.
  • Cloud und maschinelles Lernen dominieren. Fast jedes Gespräch über neue Produkte drehte sich um Cloud-Plattformen und maschinelles Lernen, darunter modulare KI-Systeme für Vertriebs-, Marketing- und HR-Teams.
  • Eine andere Gesprächskultur. Selbst ein CTO übergab das Gespräch oft an den passenden Spezialisten, etwa einen Account Manager oder einen IoT-Ingenieur. Angebote sind zudem sehr präzise, während europäische Anbieter meist mehrere alternative Ansätze vorstellen.

In den Gesprächen ging es um Partnerschaften in IoT und maschinellem Lernen, um die Entwicklung mobiler Apps und von Individualsoftware sowie um unabhängige Qualitätssicherung für Unternehmen ohne eigene QA-Teams.

Dieselbe Woche: Hannover Messe mit unserer Heimatregion

Vom 21. bis 25. April waren wir mit der Wirtschaftsmission der Woiwodschaft Lublin in Deutschland auf der Hannover Messe (22.–26. April), einer der wichtigsten Industriemessen der Welt und ein natürliches Gegenstück zu Aichi. Die Trends waren kaum zu übersehen: Automatisierung und Robotik mit KI in den Produktionsprozessen, Qualitätskontrolle auf Basis von Machine Vision und Echtzeit-Datenanalyse, integrierte Plattformen, die eine Produktionslinie von der Planung bis zur Ausführung steuern, und kollaborative Roboter, die sicher neben Menschen arbeiten.

In sieben Gesprächen ging es um die Integration von Robotern und Produktionslinien in die Software der Kunden, um kamerabasierte Bildanalyse als zusätzliche Sicherheitsebene für Industrieroboterarme und um Echtzeit-Ortung und Asset-Tracking, wo wir über eine Rolle als Integrationspartner für Polen und Österreich gesprochen haben. Mehrere dieser Gespräche werden mit Folgeterminen fortgesetzt.

Unsere Teilnahme an der Japan IT Week 2024 und an der Wirtschaftsmission zur Hannover Messe 2024 wurde aus dem Projekt „Marketing Gospodarczy Województwa Lubelskiego III“ (Wirtschaftsmarketing der Woiwodschaft Lublin III) kofinanziert, gefördert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms Fundusze Europejskie dla Lubelskiego 2021–2027 (Europäische Fonds für die Woiwodschaft Lublin).

Europäische Fonds für die Woiwodschaft Lublin, Republik Polen, kofinanziert von der Europäischen Union, Region Lublin

Was wir mitnehmen

  • Japan belohnt Geduld und Vorbereitung. Beziehungen beginnen mit Vertrauen, klaren Unterlagen, am besten auf Japanisch, und einer Nachbereitung, die lokale Gepflogenheiten respektiert.
  • Qualität ist ein guter Gesprächseinstieg. Unser Pitch in Aichi drehte sich um Qualität, und in Tokio fragten Unternehmen ohne eigene QA-Teams nach unabhängigen Tests.
  • Die Industrie wächst zusammen. Ob in Aichi, Tokio oder Hannover – überall kamen dieselben Themen auf: Automatisierung, maschinelles Lernen, Bildverarbeitungssysteme, Standortdaten und die Software, die alles verbindet. Über einen dieser Stränge haben wir kürzlich in unserem Beitrag zu Edge-KI für die Objekterkennung geschrieben.

Wir danken dem EU-Japan Centre for Industrial Cooperation und der Woiwodschaft Lublin für die Organisation und Unterstützung dieser Missionen. Wenn Sie uns in Aichi, Tokio oder Hannover getroffen haben oder einen Partner für Software und Qualität vernetzter Produkte suchen, schreiben Sie uns.

Das könnte Sie auch interessieren:
Edge-KI für Mobilität: Fußgänger und Radfahrer zählen
Wir sind bei den Technology & Business Cooperation Days
EMBIQ GmbH: Silicon Alps in Österreich, SoDA in Polen

Angebot oder Beratung anfragen

Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten ist die EMBIQ sp. z o.o. (Lublin). Wir verarbeiten Ihre Angaben ausschließlich zur Beantwortung Ihrer Anfrage und speichern sie höchstens 24 Monate. Bei Fragen zu Ihren Daten erreichen Sie uns unter info@embiq.com.

Wir sehen uns Ihr Projektkonzept und seinen aktuellen Stand gemeinsam an.

Sie erhalten von uns einen ersten Vorschlag zum Projektumfang sowie eine Zeit- und Kostenschätzung.

Die Beratung ist durch eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) geschützt.

EMBIQ sp. z o.o., Sitz: Lublin · Anschrift: al. Kraśnicka 27, 20-718 Lublin, Polen · Registergericht: Sąd Rejonowy Lublin-Wschód w Lublinie z siedzibą w Świdniku, VI Wydział Gospodarczy KRS · KRS 0000338852 · NIP 9462590420 · Stammkapital: 75.000,00 PLN