28. September 2023
Im Sommer haben wir etwas getan, wofür ein Softwarehaus selten Zeit findet: Wir sind unsere Projekte durchgegangen und haben sie beschrieben. Im Bereich Case Studies dieser Website sind jetzt Dutzende Projekte beschrieben, manche davon liegen viele Jahre zurück. Dieser Beitrag betrachtet nur die letzten zwei Jahre, 2022 und 2023, und die Arbeit, die tatsächlich auf den Schreibtischen unserer Teams in Lublin und Graz lag.
Wie immer beschreiben wir Kunden nach Branche und Art der Lösung, nicht mit Namen. Wo es eine Case Study gibt, verlinken wir sie.
Mit vernetzten Geräten hat EMBIQ angefangen, und auch 2022–2023 standen sie im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Gemeinsam ist diesen Projekten, dass sie sich erst im Feld bewähren. Ein Gerät, das auf dem Schreibtisch funktioniert, kann sich auf einer Baustelle oder beim Kunden zu Hause ganz anders verhalten. Deshalb planen wir Tests unter realen Bedingungen schon ab der ersten Schätzung ein.
Weniger sichtbar, aber wichtig ist Software, mit der Halbleiter- und Elektronikunternehmen ihre Produkte entwickeln, testen und vorführen.
Die Nutzer solcher Software sind Ingenieure, und die sind anspruchsvoll. Ein gutes Werkzeug muss zuverlässig mit der Hardware kommunizieren, alles protokollieren und trotzdem so einfach sein, dass man es unter Zeitdruck am Laborplatz bedienen kann.
Einen großen Teil unserer Arbeit 2022–2023 machte die Teamverstärkung aus. Unsere Entwickler, Tester und Projektmanager arbeiteten in Teams anderer Softwarehäuser und Produktunternehmen in Polen und anderen europäischen Ländern mit, oft über viele Monate. Das Modell funktioniert gut, wenn ein Kunde bereits ein starkes Team hat und schnell bestimmte Fähigkeiten braucht, ohne langen Recruiting-Prozess.
Diese Arbeitsweise hat uns gezeigt, wie viel Aufwand im Matching steckt: die richtige Person für eine Anfrage zu finden und die richtige Anfrage für jemanden, der gerade ein Projekt abgeschlossen hat. Diese Beobachtung führte direkt zu unserem ersten Experiment mit KI.
In diesem Jahr haben wir einen Prototyp gebaut, der mit Modellen von OpenAI anonymisierte Berufsprofile von Programmierern verarbeitet und sie mit den Anforderungen von Projekten abgleicht, die Leute suchen (Case Study). Im März haben wir die Idee einer KI-gestützten Fachkräftebörse im Science Park Graz vorgestellt. Heute nutzen wir KI intern, wenn wir Kandidaten zu neuen Anfragen zuordnen, und unsere Entwickler arbeiten täglich mit KI-Assistenten – beim Debugging, bei der Codegenerierung und im Code-Review ebenso wie in Design, Analyse und Tests.
In einem separaten Prototyp haben wir KI-Modellierung genutzt, um georeferenzierte Fahrzeug- und Fahrtdaten zu analysieren und in einem Analyse-Dashboard darzustellen (Case Study).
Bisher gehen wir pragmatisch vor. Ein Sprachmodell ist für uns eine Komponente eines Systems mit klaren Ein- und Ausgaben, und wir achten genau darauf, welche Daten die Umgebung des Kunden verlassen – deshalb sind die Profile in unserem Prototyp anonymisiert. Da die EU noch über den AI Act verhandelt, verfolgen wir auch, wie die Regeln für KI-Systeme nach der Einigung aussehen werden.
Über den gesamten Zeitraum fallen drei Dinge auf. Die meisten Projekte verbinden mehrere Disziplinen: ein Gerät, eine App und ein Backend oder Design, gefolgt von Entwicklung und QA. Langfristige Beziehungen zählen mehr als einmalige Projekte, viele der genannten laufen seit Jahren. Und KI taucht zunehmend als Werkzeug innerhalb ansonsten gewöhnlicher Systeme und Prozesse auf, nicht als eigene Kategorie.
Alle Projekte finden Sie in unseren Case Studies. Wenn eines davon einem Problem ähnelt, an dem Sie gerade arbeiten, schreiben Sie uns – wir sprechen gern darüber.
Angebot oder Beratung anfragen
Wir sehen uns Ihr Projektkonzept und seinen aktuellen Stand gemeinsam an.
Sie erhalten von uns einen ersten Vorschlag zum Projektumfang sowie eine Zeit- und Kostenschätzung.
Die Beratung ist durch eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) geschützt.