23. November 2023

EMBIQ GmbH: Silicon Alps in Österreich, SoDA in Polen

Als wir im Sommer 2021 unser Büro in Graz eröffnet haben, war das eine kleine Wette: eine lokale Gesellschaft, ein Schreibtisch in Liebenau und die Hoffnung, dass österreichische Kunden einen Partner in der Nähe schätzen. Die EMBIQ GmbH wurde Ende August 2021 als hundertprozentige Tochter der EMBIQ sp. z o.o. aus Lublin ins österreichische Firmenbuch eingetragen. Zwei Jahre später gehört sie ganz selbstverständlich zu unserer Arbeit, und in diesem Herbst ist sie in der österreichischen Technologie-Community noch fester verankert.

Hier ein kurzes Update zu beiden Seiten des Unternehmens: warum wir nach Graz gegangen sind, was uns die Partnerschaft im Silicon Alps Cluster bedeutet und was uns die Mitgliedschaft bei SoDA in Polen bringt.

Warum Graz und warum eine GmbH

Österreich war kein Sprung ins Ungewisse. Wir hatten bereits mit mehreren österreichischen Kunden gearbeitet, die meisten davon aus Graz, und die Steiermark ist eine der starken Regionen Europas für Elektronik, Halbleiter und Fahrzeugtechnik. Für ein Unternehmen, das Software für vernetzte Geräte entwickelt, ist das eine naheliegende Nachbarschaft.

Eine lokale Gesellschaft ändert mehr als den Briefkopf. Kunden können Verträge nach vertrautem Recht schließen, Rechnungen von einem lokalen Unternehmen erhalten und uns persönlich treffen, ohne eine Auslandsreise zu planen. Geholfen hat auch, dass sich die Austrian Business Agency im Juli 2021 Zeit für ein Treffen genommen und uns Unternehmen und Organisationen in der Region vorgestellt hat, darunter dem Silicon Alps Cluster.

Der erste Auftrag der EMBIQ GmbH folgte im September 2021: Elektronik, Firmware und Software für ein Start-up, das vernetzte Geräte für die Straßeninfrastruktur baut (Case Study). Weitere österreichische Kunden kamen hinzu, und heute arbeiten wir mit Unternehmen in Graz, Wien und darüber hinaus.

Hinter dem Grazer Büro stehen unsere Entwicklungsteams in Lublin. In der Praxis laufen Projekte mit einem Team über beide Standorte: Gespräche, Workshops und Tests vor Ort nah beim Kunden, Entwicklung und QA dort, wo die passenden Leute sind. In diesem Herbst sind wir in Graz außerdem von Liebenau in einen Coworking-Space im Stadtzentrum umgezogen.

Silicon Alps: der Elektronik-Cluster im Süden Österreichs

Der Silicon Alps Cluster ist der österreichische Technologie-Cluster für elektronikbasierte Systeme mit Büros in Villach und Graz. Er vernetzt Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Dienstleister in Bereichen wie RFID und Wireless IoT, intelligente Sensorsysteme, Leistungselektronik und Cybersicherheit.

Der Weg in den Cluster hat etwas gedauert. Der erste Kontakt kam Ende 2022, und im März 2023 haben wir das Cluster-Büro in Villach besucht – in derselben Woche, in der wir auch auf der embedded world in Nürnberg waren. Entscheidend war die EBSCON 2023, die Electronic Based Systems Conference des Clusters, am 11. Oktober im Messe Congress Graz unter dem Motto „boosting transformation“. Neben Keynotes, Panels und einer Ausstellung bietet die EBSCON ein B2B-Matchmaking, organisiert vom Enterprise Europe Network bei der Steirischen Wirtschaftsförderung gemeinsam mit Silicon Alps. Wir haben am Matchmaking teilgenommen, und aus einem Gespräch mit dem Cluster-Team während der Konferenz wurde ein konkreter nächster Schritt.

Eine Woche nach der Konferenz erhielten wir die Kooperationsvereinbarung des Clusters, im Oktober hat die EMBIQ GmbH sie unterschrieben und ist Partner von Silicon Alps geworden. Im Cluster gehören wir zum Bereich RFID und Wireless IoT, der sehr nah an unserer täglichen Arbeit mit Bluetooth, anderen Funktechnologien und Sensoren liegt. Auf der EBSCON haben wir außerdem von SURE5.0 erfahren, einem Horizon-Europe-Projekt zu Industrie 5.0, an dem der Cluster beteiligt ist, und uns für dessen Katalog technologischer Dienstleister beworben.

Am 8. November waren wir zum ersten Mal als Partner bei einer Veranstaltung dabei: „RFID & Wireless IoT: What's next?“ in Voitsberg, westlich von Graz. Auf dem Programm standen kurze Unternehmenspräsentationen, ein regionaler Überblick zum digitalen Produktpass, den die EU vorbereitet, eine Einführung in die Trendscouting-Plattform des Clusters und eine Führung durch die Räume der Gastgeber. Für ein Unternehmen, das die Softwareseite vernetzter Produkte entwickelt, war das ein hilfreicher Blick darauf, wohin sich Identifikations- und Tracking-Technologien entwickeln.

SoDA: unser Netzwerk in Polen

In Polen ist EMBIQ seit Oktober 2019 Mitglied von SoDA, dem polnischen Verband der Arbeitgeber im IT-Dienstleistungssektor. SoDA verschafft Softwarehäusern eine gemeinsame Stimme gegenüber öffentlichen Institutionen, bewirbt polnische Technologieunternehmen im Ausland und hilft Mitgliedern, sich bei Themen auszutauschen, die man allein kaum vergleichen kann.

Zwei Beispiele aus diesem Jahr. Wir haben unsere Daten zur Ausgabe 2023 des SoDA-Gehaltsberichts beigesteuert und einen Vergleich unserer Gehaltsstrukturen mit dem Markt erhalten – wichtig für ein Unternehmen, das aus einer Regionalstadt wie Lublin heraus um Entwickler wirbt. Außerdem verfolgen wir den Mitgliederkanal, in dem Softwarehäuser Informationen über verfügbare Fachleute und offene Anfragen austauschen – eine sehr praktische Form der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die sonst Wettbewerber sind. Es ist dasselbe Problem, mit dem wir uns in diesem Jahr in unserem ersten Prototyp auf Basis großer Sprachmodelle beschäftigt haben.

Zwei Netzwerke, ein Team

Dass wir in beiden Ländern aktiv sind, spiegelt wider, wie unsere Projekte tatsächlich laufen. Eine typische Zusammenarbeit beginnt etwa mit einem Workshop bei einem Hardwarehersteller in Graz, geht mit Firmware-, Mobile- und Cloud-Entwicklung in Lublin weiter und endet mit Feldtests dort, wo die Geräte installiert sind. Silicon Alps verbindet uns mit der industriellen Seite dieser Kette in Österreich, SoDA mit der polnischen Softwarebranche, zu der wir gehören.

Für Kunden heißt das: Sie haben die Wahl. Sie können mit der österreichischen GmbH oder mit der polnischen Gesellschaft arbeiten, je nachdem, was für ihren Einkauf einfacher ist, und bekommen trotzdem dieselben Leute. Mehr zu dieser Art von Arbeit lesen Sie auf unserer Seite zu IoT-Leistungen.

Wie es weitergeht

In den kommenden Monaten wollen wir uns stärker in die RFID- und Wireless-IoT-Community des Clusters einbringen und Partner für Projekte finden, die wir allein nicht umsetzen könnten. Wenn Sie ein österreichisches oder deutsches Unternehmen sind und einen Softwarepartner für vernetzte Produkte suchen oder als Cluster-Mitglied Erfahrungen austauschen möchten, schreiben Sie uns. Wir treffen uns gern in Graz, in Lublin oder online.

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Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten ist die EMBIQ sp. z o.o. (Lublin). Wir verarbeiten Ihre Angaben ausschließlich zur Beantwortung Ihrer Anfrage und speichern sie höchstens 24 Monate. Bei Fragen zu Ihren Daten erreichen Sie uns unter info@embiq.com.

Wir sehen uns Ihr Projektkonzept und seinen aktuellen Stand gemeinsam an.

Sie erhalten von uns einen ersten Vorschlag zum Projektumfang sowie eine Zeit- und Kostenschätzung.

Die Beratung ist durch eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) geschützt.

EMBIQ sp. z o.o., Sitz: Lublin · Anschrift: al. Kraśnicka 27, 20-718 Lublin, Polen · Registergericht: Sąd Rejonowy Lublin-Wschód w Lublinie z siedzibą w Świdniku, VI Wydział Gospodarczy KRS · KRS 0000338852 · NIP 9462590420 · Stammkapital: 75.000,00 PLN